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Sicherheitsmitteilung Nr. DAeC 2014-001 / RS "Phantom 450"
04/03/2014 - 17:15

31.03.2014: DEUTSCHER AERO CLUB e.V. LUFTSPORTGERÄTE-BÜRO

 

Sicherheitsmitteilung Nr. DAeC 2014-001

An alle Halter und Piloten von Ultraleichtflugzeugen mit Rettungssystem „Phantom 450“.

Rettungsgeräte für UL Version „Turmcontainer“

 

- Die Sicherheitsmitteilung kann auch als PDF geladen werden -

DAeC 2014-001

 

Während des Fluges eines Ultraleichtflugzeuges wurde das Rettungsgerät ohne Einwirkung des Piloten ausgelöst.

Der Hersteller geht davon aus, dass sich das Verschlussband verschoben hat, welches die beiden Schalen des Turmcontainers zusammenhält. Aus diesem Grund konnte sich das Oberteil des Containers ablösen. Der Hersteller hat eine Sicherheitsmitteilung zur vorgeschriebenen Länge und Austausch des Verschlussbandes herausgegeben.

 

Das Luftsportgeräte-Büro empfiehlt weitere Vorsichtsmaßnahmen:

 

Der korrekte Sitz des Verschlussbandes, um den gesamten Container ist unbedingt in den Vorflugcheck einzubeziehen! Wird bei der Abnahme oder Montage des Gerätes am Turm die Zentralleine auch nur kurz unter Spannung gesetzt, so führt das zum Verrutschen des Verschlussbandes und der Container ist somit nicht mehr funktionssicher verschlossen. Selbiges gilt auch für die kurzzeitige Belastung des Auslöseseiles, es ist mit einer 8 kg-Schnur gesichert, löst also noch nicht aus, kann aber verrutschen. Am betreffenden Luftsportgerät ist darauf zu achten, dass Zentralleine und Auslöseleine spannungsfrei geführt, aber auch fixiert verlegt werden müssen. Besondere Sorgfalt ist geboten, wenn sich der Auslösegriff am Gurtzeug befindet. Hier kann es sehr schnell zu einer unbeabsichtigten Belastung der Auslösevorrichtung kommen, wobei das Zentralband nicht mehr seinen korrekten Sitz behält.

 

Immer dann, wenn dieses Band nicht mehr korrekt sitzt ist die Gefahr einer unkontrollierten Öffnung in allen Phasen des Umgangs mit dem Fluggerät möglich.

 

Beim Transport der Rettungsgeräte, bei der Montage auf dem Drachenturm und nach unsanften Landungen ist diese Kontrolle immer erforderlich. Dies gilt auch, wenn das UL-Gerät in montiertem Zustand aus der Halle genommen wird. Vielfach ist die Torhöhe nicht ausrei-chend, der Drachen muss gekippt werden, um nicht mit der Rettung am Tor an zu stoßen. Auch werden die Trikes mit abgenommenem Drachen hangariert, wobei Auslöse- und auch Zentralleine beim Montage- und Demontagevorgang zugbelastet werden können.  Auch ein unsanftes Ablegen des Rettungsgerätes auf dem Rand des Containers hat selbige Folgen.

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an den Hersteller:

Finsterwalder GmbH, Charly Produkte

Am  Osterösch 3

87637 Seeg

Tel. 08364-1286, Fax -8426

 

Für den DAeC:

 

F. Einführer

Leiter Luftsportgeräte-Büro

 

M. Bätz

Technik Luftsportgeräte-Büro